Auf der AHR Expo stellte BITZER unter anderem die neue ORBIT 8 Scrollverdichterserie vor.
BITZER nutzte die AHR EXPO in Orlando Ende Januar, um der amerikanischen Kälte- und Klimabranche ihre Neu- und Weiterentwicklungen vorzustellen: Optimierte Schrauben- und Scrollverdichter waren ebenso auf dem BITZER Stand vertreten wie der OCTAGON VARISPEED, die Kolbenverdichterbaureihe mit Frequenzumrichter, sowie weiterentwickelte Verdichter für das Kältemittel CO2.
Ein Highlight auf dem Stand war die für niedrige Verflüssigungstemperaturen optimierte CSW Serie – die BITZER Kompaktschraubenverdichterbaureihe optimiert für das Kältemittel R134a. In Bezug auf die Energieeffizienz übertrifft diese Serie sowohl die Schraubenverdichter der Wettbewerber als auch die Turboverdichter in wassergekühlten Flüssigkeitssätzen. Die CSW Baureihe ist mit einem Fördervolumen von 195m³/h bis 910 m³/h bei 50 Hz erhältlich und bietet wahlweise eine stufenlose oder 4-stufige Leistungsregelung.
Auf der AHR Expo stellte BITZER außerdem die neue ORBIT 8 Boreal Scrollverdichterserie vor, die im neu eröffneten Werk in Syracuse, USA, gefertigt wird. Dieser BITZER Scrollverdichter ist für niedrige Verflüssigungstemperaturen optimiert und garantiert eine hohe Energieeffizienz: Beim Einsatz in wassergekühlten Flüssigkeitssätzen übertrifft der ORBIT 8 Boreal vergleichbare Wettbewerbsprodukte um mehr als fünf Prozent bei Volllast und sogar um mehr als 15 Prozent bei Teillast. ORBIT 8 Boreal ist ausgelegt für den Betrieb mit dem Kältemittel R410A, das Fördervolumen reicht von 29,6 m³/h bis 67,6 m³/h bei 50 Hz. Er ist sowohl in einer Tandem- als auch einer Trio-Version lieferbar.
Auch in Zukunft wird BITZER der Kälte- und Klimabranche Verdichter mit höchster Energieeffizienz anbieten können: Beispielsweise den OCTAGON VARISPEED, die Kolbenverdichterbaureihe mit Frequenzumrichter (FU), den das Unternehmen ebenfalls auf der AHR präsentierte. Der FU wird direkt an den Motor des Verdichters angeflanscht. So wird ermöglicht, dass die Elektronik mit dem Verdichter-Sauggas gekühlt wird, was für einen besseren Wirkungsgrad und eine kompakte Bauform des Verdichters sorgt. Dadurch entfallen außerdem Lüfter- und Wartungsarbeiten. Ob als einfacher Kreislauf oder als Parallelverbund – der OCTAGON VARISPEED ermöglicht eine punktgenaue Leistungsanpassung an den jeweiligen Bedarf, um höchste Energieeffizienz zu garantieren.
Auch die neue halbhermetische Kolbenverdichter-Serie BITZER ECOLINE stellte das Unternehmen auf der AHR Expo vor. Die Baureihe ist für das Kältemittel R134a optimiert. Die erweiterten Einsatzgrenzen hin zu niedrigen Verflüssigungstemperaturen ermöglichen eine COP Verbesserung von bis zu 20 Prozent.
Als Marktführer bei umweltfreundlichen Lösungen für die Kälte- und Klimatechnik zeigte BITZER außerdem CO2 Verdichter der OCTAGON Serie. Insgesamt sind 17 Modelle mit einer Kälteleistung von 2,7 kW bis 81,4 kW (bei to=-35 °C/ tC=-5 °C) verfügbar. Diese BITZER Verdichterbaureihe eignet sich für unterkritische CO2-Kaskadenanwendungen wie sie in Supermärkten zu finden sind.
Für den Fahrzeugbereich präsentierte BITZER den F400, einen offenen Kolbenverdichter mit gehäusegestützter Elektromagnetkupplung für Busklimaanwendungen. Den ELH Scrollverdichter, einen liegenden Verdichter zur Anwendung in der Bahn- und Hybrid-klimatisierung stellte BITZER ebenfalls auf seinem Stand aus.
Die BITZER Kühlmaschinenbau GmbH kann auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurückblicken.
Mit einem Festakt für Kunden, Lieferanten, Journalisten und Mitarbeiter feierte die BITZER Kühlmaschinenbau GmbH ihr 75-jähriges Jubiläum. Seit seiner Gründung hat sich das Sindelfinger Unternehmen zu einem weltweit führenden Hersteller von Verdichtern, Verflüssigungssätzen und Druckbehältern für die Kälte- und Klimabranche entwickelt. Die Geschäftsführung zog eine positive Bilanz der vergangenen Jahrzehnte und warf trotz momentaner Wirtschaftskrise einen optimistischen Blick in die Zukunft.
Als „Apparatebau für Kältetechnik" im Jahr 1934 von Martin BITZER gegründet, kann das heutige Unternehmen BITZER Kühlmaschinenbau GmbH auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Zum Festakt am 4. Dezember waren neben Mitarbeitern und Journalisten auch Kunden und Lieferanten aus aller Welt eingeladen. Mehr als 300 Gäste zelebrierten gemeinsam mit Chief Executive Officer (CEO) Peter Schaufler, Senator h. c., das denkwürdige Jubiläum. Großflächige Leinwände im „SCHAUWERK Sindelfingen" – der ehemaligen Produktionshalle von BITZER Kolben- und Schraubenverdichtern – führten durch die Geschichte: Sie zeigten BITZER Fertigungsstätten sowie Produkte von gestern und heute und machten Vergangenheit sowie Zukunft des Unternehmens lebendig. „SCHAUWERK Sindelfingen" ist der Name des neuen Museums, in dem Kunstliebhaber Peter Schaufler seine Sammlung zeitgenössischer Werke der Öffentlichkeit ab Juni 2010 zugänglich machen wird.
Peter Schaufler hat das Unternehmen 1979 übernommen – seitdem ist es stetig gewachsen, meist sogar zweistellig. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind seit Oktober 2008 jedoch auch im Traditionsunternehmen BITZER spürbar. „Selbstverständlich hat die Wirtschafts- und Finanzkrise auch unser Unternehmen maßgeblich beeinflusst," sagte Peter Schaufler. „Doch trotz Auftragsrückgängen von Oktober bis Dezember 2008 war das vergangene Jahr das Zweitbeste in der Firmengeschichte." Seit Juli 2009 stabilisiert sich die Auftragslage – CEO Peter Schaufler erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Minus von nur noch 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Erholung rechnet er im nächsten Jahr: „Basierend auf dem Ergebnis von 2009 rechnen wir 2010 mit einem Wachstum von circa zehn Prozent, nicht zuletzt dank eines konsequenten Sparkurses", so Peter Schaufler. „Und auch im Jahr 2010 wird es bei BITZER keine betriebsbedingten Kündigungen geben."
Der Optimismus hat diverse Gründe: Inzwischen mehren sich die positiven Signale aus der Kälte- und Klimabranche. Und BITZER befindet sich wieder auf Wachstumskurs. „Das liegt unter anderem an unserer starken Innovationskraft sowie unserer Fähigkeit, die Anforderungen des Marktes zu erkennen und ihnen zu entsprechen," erläuterte Peter Schaufler. Als Beispiel nannte er die Entwicklung und Produktion äußerst energieeffizienter Schraubenverdichter sowie den Einsatz natürlicher und umweltfreundlicher Kältemittel. „Auch in Zukunft werden wir unseren Kunden individuelle Lösungen anbieten können und unsere Marktführerschaft ausbauen," so Peter Schaufler.