Archiv 2009
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Ausgezeichnetes Design
BITZER feierte 75-jähriges Jubiläum BITZER ECOLINE Baureihe Schutzgeräte für Schraubenverdichter BITZER European Refrigeration Seminar |
Brigitte Herrmann und Andreas Schreiber von BITZER Schkeuditz mit dem BITZER ECOSTAR. Der Verflüssigungssatz erreichte den dritten Platz im Bereich Produktdesign beim Sächsischen Staatspreis für Design.
Bei der diesjährigen Verleihung des Sächsischen Staatspreises für Design hat der BITZER ECOSTAR den dritten Platz in der Kategorie Produktdesign erreicht. Nach Auffassung der Jury ist BITZER mit dem ECOSTAR Verflüssigungssatz die Umsetzung eines harmonischen Gesamtkonzeptes gelungen.
Mehr als 40 Produkte und Designstudien waren für den Sächsischen Staatspreis für Design 2009 nominiert – im Bereich Produktdesign zeichneten die Juroren den Verflüssigungssatz BITZER ECOSTAR mit dem dritten Preis aus. Die Jury begründete das gute Abschneiden des BITZER ECOSTAR mit der gelungenen Verbindung von Funktion und Optik.
So ermöglicht unter anderem die spezielle Ausführung des Verflüssigungssatzes größtmöglichen Luftdurchlass und trägt dazu bei, den harmonischen und kompakten Eindruck des BITZER ECOSTAR zu erhalten. Gleichzeitig ist dank der zurückhaltenden Gestaltung eine gute Anpassung an unterschiedlichste Aufstellungsorte gegeben. Neben einem optimalen Wetterschutz und dem Schutz vor unbefugtem Zugriff bei den Bedienelementen wird durch die schwingungsarme Konstruktion ein geräuscharmer Betrieb erreicht. Des Weiteren wurde von den Juroren speziell die Regelungs- und Steuerungstechnik in Kombination mit einem Hubkolbenverdichter mit integriertem Frequenzumrichter positiv bewertet. Diese Technik ermöglicht die stufenlose Anpassung der Kälteleistung des BITZER ECOSTAR an den tatsächlichen Kältebedarf bei gleichzeitig höchstmöglicher Energieeffizienz.
Im Rahmen des Deutschen Marken- und Designkongresses in Hellerau überreichte der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok am 25. November den Preis. Alle Nominierten und Preisträger werden im Rahmen einer Ausstellungstournee in Sachsen gezeigt.
Die Termine:
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, www.grassimuseum.de
Ausstellung vom 03.12.2009 bis 31.01.2010
TAG DES DESIGNS am 21.01.2010
Industriemuseum Chemnitz, www.saechsisches-industriemuseum.de
Ausstellung vom 02.02.2010 - 12.03.2010
Die BITZER Kühlmaschinenbau GmbH kann auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurückblicken.
Mit einem Festakt für Kunden, Lieferanten, Journalisten und Mitarbeiter feierte die BITZER Kühlmaschinenbau GmbH ihr 75-jähriges Jubiläum. Seit seiner Gründung hat sich das Sindelfinger Unternehmen zu einem weltweit führenden Hersteller von Verdichtern, Verflüssigungssätzen und Druckbehältern für die Kälte- und Klimabranche entwickelt. Die Geschäftsführung zog eine positive Bilanz der vergangenen Jahrzehnte und warf trotz momentaner Wirtschaftskrise einen optimistischen Blick in die Zukunft.
Als „Apparatebau für Kältetechnik" im Jahr 1934 von Martin BITZER gegründet, kann das heutige Unternehmen BITZER Kühlmaschinenbau GmbH auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Zum Festakt am 4. Dezember waren neben Mitarbeitern und Journalisten auch Kunden und Lieferanten aus aller Welt eingeladen. Mehr als 300 Gäste zelebrierten gemeinsam mit Chief Executive Officer (CEO) Peter Schaufler, Senator h. c., das denkwürdige Jubiläum. Großflächige Leinwände im „SCHAUWERK Sindelfingen" – der ehemaligen Produktionshalle von BITZER Kolben- und Schraubenverdichtern – führten durch die Geschichte: Sie zeigten BITZER Fertigungsstätten sowie Produkte von gestern und heute und machten Vergangenheit sowie Zukunft des Unternehmens lebendig. „SCHAUWERK Sindelfingen" ist der Name des neuen Museums, in dem Kunstliebhaber Peter Schaufler seine Sammlung zeitgenössischer Werke der Öffentlichkeit ab Juni 2010 zugänglich machen wird.
Peter Schaufler hat das Unternehmen 1979 übernommen – seitdem ist es stetig gewachsen, meist sogar zweistellig. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind seit Oktober 2008 jedoch auch im Traditionsunternehmen BITZER spürbar. „Selbstverständlich hat die Wirtschafts- und Finanzkrise auch unser Unternehmen maßgeblich beeinflusst," sagte Peter Schaufler. „Doch trotz Auftragsrückgängen von Oktober bis Dezember 2008 war das vergangene Jahr das Zweitbeste in der Firmengeschichte." Seit Juli 2009 stabilisiert sich die Auftragslage – CEO Peter Schaufler erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Minus von nur noch 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Erholung rechnet er im nächsten Jahr: „Basierend auf dem Ergebnis von 2009 rechnen wir 2010 mit einem Wachstum von circa zehn Prozent, nicht zuletzt dank eines konsequenten Sparkurses", so Peter Schaufler. „Und auch im Jahr 2010 wird es bei BITZER keine betriebsbedingten Kündigungen geben."
Der Optimismus hat diverse Gründe: Inzwischen mehren sich die positiven Signale aus der Kälte- und Klimabranche. Und BITZER befindet sich wieder auf Wachstumskurs. „Das liegt unter anderem an unserer starken Innovationskraft sowie unserer Fähigkeit, die Anforderungen des Marktes zu erkennen und ihnen zu entsprechen," erläuterte Peter Schaufler. Als Beispiel nannte er die Entwicklung und Produktion äußerst energieeffizienter Schraubenverdichter sowie den Einsatz natürlicher und umweltfreundlicher Kältemittel. „Auch in Zukunft werden wir unseren Kunden individuelle Lösungen anbieten können und unsere Marktführerschaft ausbauen," so Peter Schaufler.
Die neue BITZER ECOLINE Baureihe für R134a.
BITZER führt neue halbhermetische Hubkolbenverdichter für R134a ein
BITZER bekennt sich zu umweltfreundlichen Technologien – und bietet ab sofort eine neue R134a Verdichterbaureihe an, die auf den bekannten BITZER OCTAGON Verdichtern sowie den Verdichtern der .2-Generation basiert. Die Einsatzgrenzen der neuen BITZER ECOLINE Baureihe hat das Sindelfinger Unternehmen hin zu niedrigeren Verflüssigungstemperaturen erweitert. Unter diesen Bedingungen verbessert sich der Verdichter-COP um mehr als 30 Prozent, was den Anlagenbetreibern signifikante Energie- und Kosteneinsparungen ermöglicht. Die neue BITZER ECOLINE Baureihe umfasst zwölf Hubvolumen-Abstufungen im Bereich von 35 m³/h bis 152 m³/h. Alle Verdichter sind bestens für stufenlose Drehzahlregelung geeignet. Bei Anwendungen in der Normalkühlung erlaubt die Auslegung selbst mit Standard-Motor einen Frequenzumrichterbetrieb bis zu 70 Hz.
Betreiber und Umwelt profitieren gleichermaßen von den ökonomischen und ökologischen Vorteilen der neuen Baureihe: Verglichen mit traditionellen R404A-Systemen für die Normalkühlung hat sich erwiesen, dass die Betriebskosten eines R134a-Systems erheblich niedriger sind. Dies resultiert aus einer geringeren Leistungsaufnahme der Verdichter und günstigeren Servicekosten. Viele Supermarktketten haben aus diesem Grund bereits von R404A auf R134a gewechselt.
Alle Komponenten für R134a-Systeme sind bewährt und überall erhältlich. Es handelt sich um eine bekannte Technologie und erfordert daher keine speziell ausgebildeten Monteure und Techniker. Mit den neuen BITZER ECOLINE Verdichtern bietet BITZER eine perfekte Lösung zur Reduzierung der CO2-Bilanz und der Energiekosten.
Das SE-C1 ist für die Kompaktschraubenverdichter der CSH und CSW Baureihen sowie für die halbhermetischen Schraubenverdichter der HS.64 und HS.74 Baureihen konzipiert.
Die neuen optionalen Schutzgeräte SE-C1 und SE-C2 für Schraubenverdichter bieten erweiterte Überwachungsfunktionen und schützen den Verdichter über die allgemein üblichen Kontrollfunktionen hinaus. Zusätzlich zu Motor- und Druckgastemperatur, Drehrichtung und Phasenausfall überwachen die Geräte auch noch die Phasensymmetrie, Schalthäufigkeit und Ölversorgung. Die Statusanzeige erfolgt komfortabel über eine Code-Anzeige, die 29 unterschiedliche Betriebs- sowie Störungsmeldungen darstellt und damit zu einer schnellen Analyse des Verdichterstatus beiträgt. Des Weiteren ermöglichen die Geräte einen vereinfachten Aufbau der Sicherheitskette und bieten dadurch weiteres Sparpotenzial beim Schaltschrankbau.
Die Schutzgeräte sind für Spannungsversorgung 24..230V AC +10 %/-15 % 50 Hz und 60 Hz einsetzbar und sind auch für den Frequenzumrichterbetrieb geeignet. Das SE-C1 ist für die Kompaktschraubenverdichter der CSH und CSW Baureihen sowie für die halbhermetischen Schraubenverdichter der HS.64 und HS.74 Baureihen konzipiert. Das SE-C2 ist für die halbhermetischen Schraubenverdichter der HS.85 Baureihe einsetzbar. Die Geräte stehen seit Jahresanfang 2009 zur Verfügung.
SE-C1 überwacht:
SE-C2 überwacht:
Weitere Informationen siehe Technische Information ST-121-2.
Alexander C. Pachai, Business Development Manager bei Johnson Controls Inc. in Dänemark.
Alexander C. Pachai, Business Development Manager bei Johnson Controls Inc. in Dänemark, hat vom 11. bis 13. Februar 2009 am BITZER European Refrigeration Seminar teilgenommen. Im Interview erzählt er, warum sich bei ihm auch im Arbeitsalltag alles um natürliche Kältemittel dreht.
Herr Pachai, Sie sind Business Development Manager bei Johnson Controls Inc. in Dänemark seit April 2000. Womit haben Sie in Ihrer täglichen Arbeit zu tun?
Alexander C. Pachai: Ich beschäftige mich damit, wie natürliche Kältemittel eingesetzt werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei hauptsächlich auf CO2 und Kohlenwasserstoffen, aber auch Ammoniak. Außerdem bin ich dabei, Mittel und Wege für den Ausstieg aus R22 zu finden. Das ist eine sehr große Herausforderung für die Hersteller! Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass wir das in der geforderten Zeit schaffen. Meiner Ansicht nach haben viele Unternehmen nicht rechtzeitig realisiert, dass sie eine Alternative zu R22 brauchen.
Wie oft haben Sie an BITZER Seminaren teilgenommen, seitdem Sie bei Johnson Controls arbeiten?
Alexander C. Pachai: Bisher zweimal. Im Jahr 2008 habe ich auch am CO2 Seminar teilgenommen.
Warum sind Sie zweimal für das gleiche Seminar zu uns nach Sindelfingen gekommen?
Alexander C. Pachai: Weil ich immer Neues lerne! BITZER bringt ständig neue Inhalte, Informationen oder Präsentationstechniken in die Seminare ein. Außerdem ist es für mich wichtig, mich mit so vielen Kollegen aus Europa austauschen zu können.
Von welchen Inhalten im Seminar profitieren Sie am meisten?
Alexander C. Pachai: Jedes Seminar erweitert meinen Horizont für meinen Arbeitsalltag. Ich profitiere von dem umfangreichen Know-how und lerne immer mehr über den Einsatz natürlicher Kältemittel. Außerdem schreibe ich gerade ein Fachbuch. Es ist ein privates Projekt und ich habe im Seminar viel darüber erfahren, wie ich komplexe Sachverhalte verständlich darstellen kann.
Würden Sie Ihren Kollegen BITZER Seminare weiterempfehlen?
Alexander C. Pachai: Natürlich! Es ist ein guter Weg, neues Wissen zu sammeln – ob über natürliche Kältemittel, mit Kohlenwasserstoffen betriebene Kaltwassersätze, Konformität nach der europäischen Druckgeräterichtlinie und so weiter. Im Moment ist genau die richtige Zeit, um mehr über natürliche Kältemittel zu lernen.
Sie haben gesagt, die Industrie muss von R22 wegkommen. Was glauben Sie: Welchem Kältemittel gehört die Zukunft?
Alexander C. Pachai: Das ist eine schwierige Frage! Wenn ich zehn Jahre in die Zukunft blicken soll glaube ich, dass sich die Anzahl an synthetischen Kältemitteln verringern wird. Ein Grund dafür ist die Diskussion über unser Klima – es ist für Politiker sehr einfach, synthetische Kältemitteln zu verdammen. Andererseits sind inzwischen auch die Hersteller davon überzeugt, dass synthetische Kältemittel mehr und mehr verschwinden. Aber es ist natürlich sehr schwierig, die Zukunft vorherzusagen. Wir werden sehen, was passiert.